Katholische Jugend Wallenfels   

Home
Räumlichkeiten
Geschichte
Gästebuch
Spiele
Impressum

 


Geschichte

der Katholischen Jugend Wallenfels

Ein bedeutsames Datum in der Geschichte des Katholischen Burschenvereins und der Katholischen Jugend war der Tag ihres Zusammenschlusses am 14. März 1972. Die Initiative hierzu ging von Pfarrer Scholz aus, der in vielen Veranstaltungen und Gruppenstunden die Vorbereitungen hierzu getroffen hatte. 117 Mädchen und Jungen wurden Gründungsmitglieder der Katholischen Jugend Wallenfels. Das 65-jährige Bestehen des ehemaligen Burschenvereins wurde vom 1. bis 3. August 1975 gefeiert. Höhepunkt des dreitägigen Festes, an dem zahlreiche auswärtige Jugendgruppen, die örtlichen Vereine und als Ehrengäste auch die ehemaligen Pfarrer und Kapläne der Pfarrei teilnahmen, waren ein Kinderfest, der große Bunte Abend um 2000-Mann-Festzelt und der Festzug am Sonntagnachmittag. Der Reinerlös wurde zum Pfarrheimbau zur Verfügung gestellt. Halbjährlich veröffentlicht die Vorstandschaft der Katholischen Jugend ihr Programmvorschau. Der von ihr jedes Jahr am Faschingssonntag veranstaltete Burschenball erfreut sich großer Beliebtheit.

 


Fahnen und Banner

der Katholischen Jugend Wallenfels

 

Die heutige katholische Jugend Wallenfels ging aus der früheren Frauenjugend, der ehemaligen CAJ-Gruppe und dem ehemaligen Burschenvereins hervor. Derzeit führt  sie bei offiziellen Anlässen drei Banner (zwei werden von den Mädchen und eines von den Burschen getragen) und die Fahne des ehemaliges Burschenvereines mit.

 

Bereits zwei Jahre nach der Gründung des Burschenvereins konnte dieser aus eigenen Mitteln eine Fahne anschaffen. Die Weihe der Fahne fand am 2. Juli 1912 statt. Patenverein war der katholische Burschenvereins Ebensfeld.

 

Beschreibung der Fahne

 

Die Grundfarbe der Fahne ist in Anlehnung an die bayerischen Farben weiß und blau.

 

Die weiße Seite zeigt in der Mitte die Abbildung der Stadt Wallenfels, Wohnhäuser, Kirche, Pfarrhaus und sogar das Leichenhaus sind naturgetreu aufgestickt. Im Hintergrund sieht man den Schloßberg und den Leutenberg, von dem aus an Fronleichnam die Böllerschüsse erschallen. Das Panorama ist von hell- und dunkelgrün Eichenlaub eingerahmt, dass von einer dekorativen blauen Schleife zusammengehalten wird. Jeweils unter- und oberhalb des Eichenlaubes ist folgende Aufschrift zu lesen: ,, Katholischer Burschen-Verein Wallenfels“. In der linken oberen Ecke ist ein Wappen mit dem  hl. Thomas bei seiner Begegnung mit Christus abgebildet.

 

 

 (Fahne des ehem. Burschenvereins)

 

Die rechte obere Ecke ist geschmückt mit dem päpstlichen Wappen: Gekreuzte Schlüssel,

Tiara und Umhang, alles mit Goldfäden gestickt. Die beiden anderen Ecken tragen

lilienartige Verziehrungen.

 

Die blaue Seite wird beherrscht von einer Abbildung des hl. Tobias in Begleitung eines Engels. Dieses Bild wird eingerahmt von einem Lorbeerkranz, den eine große rote, verschlungene Schleife ziert. Es ist auf der ganzen Fläche kein applizierter Stoff verwendet,

alles ist Stickerei. Die Ecken sind ausgefüllt mit dem verkehrten Wallenfelser Wappen, dem bayerischen Wappen und mit goldgestickten ornamentalen Verzierungen, wieder in Form von Lilien.

 

 

Goldfarbene Franzen zieren die Fahne, die mit sieben goldfarbigen Halteschlaufen am Fahnenschaft befestigt ist.

 

Die Fahnenstange ist in ihrem unteren Teil aus dunklem Holz, der obere Teil ist mit hellem Stoff überzogen. Befestigung des Stoffes und Schmuck zugleich ist eine goldfarbene Tresse, die mit Messingnägeln beschlagen ist.

 

 

In der Fahnenspitze kehrt ein Zeichen der Burschenvereine wieder: Zwei  ineinandergelegte Hände.

 

Das Wallenfelser Wappen zeigt die enge Bindung an den Heimatort. Diese enge Beziehung kommt auch stark zum Ausdruck durch die naturgetreue Abbilddung der Heimatstadt.

 

Der hl. Thomas und das päpstliche Wappen zeigen die Anhänglichkeit und Treue zur katholischen Kirche im Allgemeinen und im Besonderen zur Pfarrgemeinde, deren Schutzpatron der hl. Thomas ist. Der heilige Tobias ist vielleicht ein Zeichen dafür, dass sich jeder der Hand Gottes (ausgedrückt durch den Engel) anvertrauen soll. Auf jeden Fall bringt auch dieses Bild die Verbundenheit des Vereins mit der Kirche zum Ausdruck.

 

Der Burschenverein beschloss im Jahre 1949, ein Banner anzuschaffen. Der Entwurf stammt vom damaligen Vorstand Anton Weiß. Die kirchliche Weihe erhielt das Banner am 24. Juli 1949 durch Kaplan Gumbrecht, der dem Burschenverein auch eine Spende für die Bannerspitze überreichte. Das Banner zeigt ein großes schwarzes Kreuz auf weißem Grund. Im Jahre 1973 wurde es durch ein rot- schwarzes Bannertuch ersetzt, da das alte Tuch ziemlich verwaschen war. Das schwarze Kreuz wurde auf leuchtend rotes Tuch genäht. Den Stoff für das Banner stiftete damals Frau Inge Guillemaile, das Banner nähte kostenlos Frau Berta Stöcker.  

 

 

(alte schwarze Fahne des Burschenvereins)

 

Die beiden alten Banner, die die ehemalige Frauenjugend besaß, waren weißgrundige Tücher mit aufgenähten Symbolen. Das kleinere Banner zeigte ein großes blaues Christuszeichen in Form eines Kreuzes,

 

 

(Neues schwarz-rotes Banner der kath. Jugend)

 

das etwas größere Bannertuch ein gelbes Marienzeichen mit Krone. Währens das kleinere Banner blaue Halteschlaufen hatte, waren am größeren gelbe Halteschleifen befestigt. Die beiden schwarzen Bännerstäbe krönte ein Messingkreuz.

 

(Altes Banner der ehem. Frauenjugend)

 

Im Jahre 1964 wurden zwei neue Banner angeschafft, die beim Fronleichnamsfest des  gleichen Jahres erstmals mitgeführt wurden. Die CAJ hatte ein Banner angeschafft, das auf weißem Grund das CAJ-Wappen zeigt. Die Kath. Frauenjugend kaufte das kleinere Banner, auf dem auf weißen Grund blau das Zeichen der Deutschen Pfadfinderinnenschaft St. Georg (DPSG) zu sehen ist. Das Bannertuch hat fünf blaue Halteschleifen.

 

 

(CAJ-Banner)

 

Nachdem es in der damaligen Zeit für die Jugend zu teuer war, zu den neuen Bannertüchern auch neue Stäbe anzuschaffen, wurden für die Banner der Frauentücher die alten Stäbe verwendet. Die schwarz angestrichenen Stäbe wurden von Herrn Andreas Krüglein abgebrannt und hell lackiert. Als Spitze tragen auch sie ein Messingkreuz.

 

(DPSG-Banner)

 

1992 musste das kleinere Bannertuch erneuert werden. Es ist identisch mit dem vorherigen Banner.

 

Leider ist das alte Bannertuch der Frauenjugend mit dem aufgenähten blauen Christuszeichen nicht mehr vorhanden. Ebenfalls nicht mehr aufzufinden ist ein Banner, das ein gelbes Christuszeichen auf grünem Tuch zeigte. Dies dürfte von der Katholischen Jugend stammen und wurde von den Burschen bis etwa Ende der 40er Jahre mitgetragen.

Quelle: "Wallenfels geprägt von Wald und Wasser"

genehmigt durch den Heimatgeschichtlichenarbeitskreis